„Kauf mir bitte ein Rennkart, Papa“

Erstellt von Andreas Burkert | |   Charity

  • Mit dem Benefiz-Kartrennen 'Race-4-Kids' sammeln Prominente Geld für bedürftige Kinder. Engagiert dabei ist auch die 14 Jährige Isabella Lauer. Sie gilt als eine der größten Nachwuchstalente im Rennsport.

  • Zum ersten Interview kommt sie zu spät. Das ist nicht ihre Art, erzählt sie später. In der Regel ist sie die Erste, die ankommt, auf der Rennstrecke, mit ihrem Rennkart. Zu diesem Treffen wurde sie von ihrem Vater gefahren. Darauf hat sie keinen Einfluss, denn Isabella Lauer ist erst 14 Jahre jung aber bereits derzeit Deutschlands aussichtsreichste Kartfahrerin. Und sie fährt den Jungs davon, mit großem Erfolg.  Neben zahlreichen ersten Plätzen nationaler Rennveranstaltungen fuhr sie vor Kurzem den Titel Vizemeisterin beim Winterpokal Kerpen ein. „Darüber habe ich mich am meisten gefreut“, erzählt die Schülerin aus Bad Füssing mit strahlenden Augen. „Dort sind ja auch schon Michael Schumacher oder ein Sebastian Vettel gefahren“. Und es kann ein Sprungbrett für den großen internationalen Rennzirkus sein. Die ersten Trainingsfahrten in einem Formel Renault-Auto hat sie schon absolviert. Die Teilnahme am ADAC-Cup steht kurz bevor. Nur Disziplin fördert das TalentDabei hat sie erst vor drei Jahren mit dem Kartfahren angefangen, während eines Urlaubs, „Eher aus Langeweile“, sagt sie. „Wir waren unterwegs, da war die Kartbahn und mir gefiel auf Anhieb, die Runden zu drehen“. Ihr Vater erkannte aber gleich das Talent seiner Tochter. „So wie sie in den Kurven gleich die Ideallinie fuhr, ohne Angst aber auch ohne Übermut, hat mich überrascht“, sagt Robert Lauer, der trotz des hohen finanziellen Aufwands seine Tochter in allen Belangen unterstützt.   „Rund 150.000 Euro müssen jedes Jahr aufgebrachte werden, um professionell am Rennen teilzunehmen“, sagt er und fügt hinzu: „Einmal abgesehen davon, dass Isabella an rund 36 Wochenenden im Jahr auf der Rennstrecke unterwegs ist. Und da sind noch nicht die Trainingstage mit eingerechnet“. Um allerdings die rund 50.000 Trainingskilometer im Jahr gut zu überstehen, absolviert sie zweimal täglich ein Ausdauer- und Krafttrainingsprogramm. „Disziplin ist in diesem Sport alles“, sagt sie selber. Rasen für den guten ZweckMit der selben Begeisterung engagiert sich die Schülerin seit Kurzem auch für Race-4-Kids, einer Wohltätigkeits-Initiative der beiden DTM-Profifahrer Jasmin Rubatto und Timo Scheider. Neben bekannten Unternehmen werden sie von zahlreiche Prominenten unterstützt, die auch am Rennen teilnehmen. Isabella Lauer selbst hat ihren Rennanzug gespendet, auf dem sie unermüdlich Unterschriften hochkarätiger Stars sammelt, um ihn dann zu versteigern.

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    Timo Scheider mit seinem Sohn Loris.
    Timo Scheider mit seinem Sohn Loris. (c) Urner