Atemlos im Alltag

Erstellt von Andreas Burkert | |   Forschung und Lehre

Das sogenannte Belastungs-Asthma verhindert oftmals ein effektives Training. Es sei, man wird medikamentös richtig eingestellt. Dazu aber müssen die Entzündungswerte ständig kontrolliert werden, was nun mit einem von Bosch entwickelten FeNO-Gerät jederzeit möglich ist.

Wenn die Atemnot den Verstand raubt, dann ist der Griff zum Notfallspray das allerletzte Mittel. Zwar lassen sich mit einer der erleichternden Atemtechnik, der Lippenbremse, manche Beschwerden lindern, um trotz Luftnot effektiver atmen zu können. Doch die Ungewissheit, der nächste Asthmaanfall steht bevor, ist ständiger Begleiter. Vor allem Menschen mit allergischem Asthma ist das eine große Belastung. Denn dieses Asthma wird durch gewisse Allergene wie Pollen oder Tierhaare ausgelöst.

Erleichterung für Betroffene verspricht nun Bosch. Das Unternehmen hat mit Vivatmo me ein Gerät entwickelt, mit dem Asthmakranke praktisch und schnell zu Hause den Stickstoffmonoxid-Gehalt (FeNO) im Atem messen können. Anhand dieser FeNO-Messwerte kann der Entzündungszustand der Atemwege einschätzt werden. Passend zum Gerät gibt es eine Smartphone App, die die Messwerte des Geräts empfängt, dokumentiert und an den behandelnden Arzt übermittelt.

Entzündungszustand der Atemwege prüfen

Die Messung erfolgt mit einem Gerät in der Facharztpraxis oder mit einem Heimmessgerät. Im ersten Schritt werden Patienten darum gebeten, tief einzuatmen und anschließend zehn Sekunden langsam gegen einen leichten Widerstand durch das Messgerät auszuatmen. Das Ergebnis wird unmittelbar nach der Messung in der Einheit ppb (parts per billion) angezeigt.

So hat zum einen der Asthmapatient selbst seine Messwerte im Blick und lernt diese einzuschätzen, und zum anderen erhält der Arzt eine Vielzahl von FeNO-Messwerten, anhand dessen er die Behandlung optimal anpassen kann. Denn eigentlich finden diese FeNO-Messungen nur beim Arzt direkt statt und bilden somit nur einen sehr kurzen Momentzustand dar; die regelmäßigen Messungen zu Hause bieten hier einen viel größeren Interpretationsraum.

Sport hilft gegen Atemnot

Das hilft auch dem aktiven Fahrradfahrer. Denn Ausdauersport kräftigt die Atemmuskulatur. Darüber hinaus leiden Asthmatiker seltener an Beschwerden und müssen weniger häufig wegen schwerer Asthma-Anfälle ins Krankenhaus. Aktive Asthmatiker benötigen mit der Zeit auch weniger Medikamente.

Auch während der Therapie von chronischem Asthma profitieren Patienten von der regelmäßigen FeNO-Messung, da diese eben einen Rückschluss auf den Grad der Entzündung und somit auf den Status ihrer medikamentösen Einstellung erlaubt.

Was ist ein Belastungs-Asthma?

Asthma gehört zu den häufigsten chronischen Krankheiten weltweit. In Deutschland leiden vier Prozent der Kinder und Jugendlichen und sechs Prozent der Erwachsenen an Asthma. Bei dieser Erkrankung sind die Bronchien dauerhaft entzündet und daher überempfindlich. Während gesunde Bronchien mit einer dünnen Schleimhautschicht ausgekleidet sind, ist diese bei Asthmatikern durch die beständige Entzündung stark verdickt. Die Überempfindlichkeit der Bronchien in Verbindung mit deren teils anfallartiger Verengung führt dazu, dass die Atemluft bei den Betroffenen deutlich schlechter fließen kann.

  • Von Belastungsasthma sprechen Ärzte, wenn körperliche Anstrengung Atemnot, Reizhusten oder einen Asthmaanfall auslöst.
  •     Die Beschwerden treten entweder direkt während der körperlichen Belastung auf oder wenige Minuten danach.
  •     Kalte, trockene Luft kann das Belastungsasthma begünstigen.
  •     Häufig geht Belastungsasthma mit allergischem Asthma einher.
  •     Auf Sport verzichten sollten Menschen mit Belastungsasthma nicht, da er viele positive Effekte auf die Patienten hat: Ausdauersportarten kräftigen die Atemmuskulatur.
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Asthma Messung
Wenn die Atemnot den Verstand raubt, dann ist der Griff zum Notfallspray das aller letzte Mittel. (c) Bosch