Die schönsten Weihnachten im Schwarzwald

Erstellt von Andreas Burkert | |   Wandertipp

Urige Tannenwälder, versteckte Kleinode, sonnige Hochebenen: Der Schwarzwald ist eine einzigartige Erlebniswelt. Wenn die Herbstnebel morgens durch die Täler ziehen, scheint auf den Bergen schon die Sonne: Wie Inseln ragen die Berge aus dem Nebelmeer empor – ein faszinierendes Naturschauspiel aus Wolken, Licht und Schatten.

Der Schwarzwald erscheint zu dieser Jahreszeit besonders mystisch und geheimnisvoll. Kein Wunder, dass sich auch Führungen zunehmend auf Naturgeister und andere Sagengestalten beziehen  Auf geführten Grusel- und Erlebnistouren werden viele dieser Geschichten wieder lebendig. Termine und Infos unter www.kultur-schwarzwald.info

Von Laternen und Leichen

Geister, Hexen und Teufel gehörten über viele Jahrhunderte zur Glaubenswelt der Landbewohner im Schwarzwald. Was in Hinterhöfen und Stuben getuschelt wurde, erfahren Gäste bis zum 23. März 2013 von der „Lichtsagerin“. In diese Rolle schlüpft in Emmendingen eine Gästeführerin an verschiedenen Terminen. Sie führt Interessierte mit der Laterne über die „Hohen“ Mundinger Höfe. In früherer Zeit verkündete die „Lichtsagerin", wenn ein Mitbürger verstorben war. Infos: www.brigitte-von-landeck.de

Teufeleien in Staufen

Eine theatralische „Winterteufelei“ wartet am Westrand des südlichen Schwarzwalds auf die Teilnehmer der Tour „Mephistos Faust“. Sie gehen auf den Spuren des Alchemisten Dr. Johann Georg Faust durch das historische Staufen. Hier soll er mit dem Teufel um seine Seele gerungen haben. Auf kurzen Wegen führt die Erlebnistour mit vielen Zitaten durch die verwinkelten Gassen. Unterwegs gibt es urige Einkehrstationen. Die Tour wird ganzjährig für Gruppen ab zehn Personen angeboten. Infos: www.outdoortheater.de


Kerzenschein im Kloster

Die Räume des Klosters Alpirsbach im nördlichen Schwarzwald sind stimmungsvoll mit Kerzen beleuchtet. Bei einer nächtlichen Führung durch die 900 Jahre alten Mauern des ehemaligen Benediktinerklosters fühlt man sich leicht in die Zeit der Mönche zurückversetzt. Im Anschluss an die Klosterführung wird bei einer Tasse Glühwein Gelegenheit zum Gedankenaustausch geboten. Die sechs Termine liegen zwischen 8. Dezember 2012 und 9. Februar 2013. Weitere Infos unter www.stadt-alpirsbach.de

Freiburg zum Gruseln

Die „Schwarzwaldmetropole“ Freiburg lässt sich besonders gut auf einer Erlebnistour oder Schauspielführung entdecken. Dabei lernt man nicht nur die Stadt von heute kennen, sondern kann sich auch in ihre Geschichte einfühlen. „Die Hexe von Freiburg“, „Der Pestengel“ oder „Die Tochter des Henkers“ entführen ihre Teilnehmer in mittelalterliche Zeiten, die oft grausame, mysteriöse, aber auch faszinierende Kapitel der Stadtgeschichte erzählen. Weitere Infos unter www.freiburg-living-history.de

Heidnische Schicksalstage

In christlicher Zeit rankten sich kuriose Geschichten um die zwölf „Rauhnächte“ vom 25. Dezember bis 6. Januar: Um sich vor Wotan und seinem Geisterheer zu schützen, räucherte man „in den Zwölften“ im Schwarzwald Häuser und Ställe aus. Gästeführer Klaus Millmeier erzählt als germanischer Kriegsgott Wotan von diesen und anderen Bräuchen zum Jahreswechsel. Die Führung „Der Wode und die heiligen Rauhnächte“ gibt es zwischen dem 21. Dezember und 5. Januar an zehn Terminen in wechselnden Orten zwischen dem Kinzigtal und dem Hochrhein. www.original-schwarzwald.de

Der Ahn vom Morlokhof

Im „Morlokhof“ im nördlichen Schwarzwald rumort es an jedem Donnerstag: Auf einem der ältesten Bauernhöfe bei Baiersbronn im Murgtal treffen Urlauber bei einer Führung  des Hotel Bareiss auf den „alten Morlok“. Der kauzige Ahnherr erzählt die bewegende Geschichte des Hauses und der Familie. Nach der Hoftour gibt es ein historisches Abendessen in der Hofstube. Serviert werden alte regionale Gerichte, deren Rezepturen behutsam an die heutige Zeit angepasst wurden. Infos unter www.bareiss.com

Ins Reich der Moorgeister

Im größten Hochmoor bei Hinterzarten im Schwarzwald lässt sich eine einzigartige und vielfältige Tier- und Pflanzenwelt entdecken. Naturparkführerin Brigitte Riemer lenkt ihre Gäste an Wochenenden auf Wunsch in die Tiefen des Naturschutzgebiets, hinein ins Reich der Moorgeister. Ihr Motto lautet: „Oh schaurig ist´s, übers Moor zu gehen“. Mitten in der nacheiszeitlichen Urlandschaft wachsen seltene weißblütige Wollgräser, blaue Rauschbeeren, Torfmoose und Moorkiefern. www.naturpark-suedschwarzwald.de

Calw bei Nacht

„Hört ihr Leut’, lasst euch berichten, von der Stadt und ihren Geschichten“ – mit dieser Ankündigung beginnt Nachwächter Thomas Reininger seinen Rundgang durch die historische Fachwerkstadt Calw im nördlichen Schwarzwald. Der passionierte Erzähler gibt bei einem Umtrunk grausige und unterhaltsame Geschichten aus alten Zeiten zum Besten. Neben dem Nachtwächterrundgang kann man auch einen „Fackelspaziergang durch Calw“ oder die „Stadt im Fackelschein und Glühwein“ buchen. Termine nach Vereinbarung. Weitere Infos unter www.calw.de

Weihnachtszauber in Schwarzwald-Städten

Lichterketten über Straßenzügen, festlich geschmückte Schaufenster, Tannenbäume mit Strohsternen und Christbaumkugeln – in den Dörfern und Städten des Schwarzwalds ist die Vorweihnachtszeit noch heimeliger als anderswo. Malerische Fachwerkhäuser, verwinkelte Gassen und kopfsteingepflasterte Plätze bilden vielerorts eine märchenhafte Kulisse für Weihnachtsmärkte. Ein feiner Duft von Glühwein, warmen Maronen und gebrannten Mandeln liegt in der Luft. Holzspielzeug, Glaskugeln, Krippenschmuck und Kerzen locken die Besucher an weihnachtlich dekorierte Verkaufsstände. Eine Übersicht mit fast 150 Weihnachtsmärkten findet sich unter www.winter-schwarzwald.info

Bauernmarkt in Freiburg

Der Münsterplatz in Freiburg bleibt auch zur Weihnachtszeit dem werktäglichen Bauernmarkt vorbehalten. Ihren Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt vom 26. November bis 23. Dezember trinken Freiburger und ihre Gäste auf den Plätzen und Altstadtstraßen rund ums Rathaus. Mehr unter www.weihnachtsmarkt-freiburg.de

Weihnachten in Freudenstadt

In Freudenstadt im nördlichen Schwarzwald hat der Weihnachtsmarkt seinen Platz auf dem größten Marktplatz Deutschlands: Das 216 mal 219 Meter große Areal ist vom 7. bis 16. Dezember weihnachtlich geschmückt. An mehr als 100 Ständen können Besucher Kunsthandwerk und Süßigkeiten kaufen. Mehr unter www.freudenstadt.de

Lörrach im Winter

Auf dem Weihnachtsmarkt in Lörrach im Südwesten des Schwarzwaldes dominieren vom 6. bis 16. Dezember badische, elsässische und schwyzerdytsche Laute. Die Atmosphäre auf dem Marktplatz der kleinen Grenzstadt am Hochrhein ist geprägt durch die Lage im Dreiländereck am Rheinknie bei Basel. Mehr unter www.loerrach.de

Wildromantischer Weihnachtsmarkt

Einen Weihnachtsmarkt in einer so wildromantischer Umgebung dürfte es wohl kein zweites Mal geben: Unter dem steinernen Viadukt der Höllentalbahn am Ausgang der Ravennaschlucht gruppieren sich an den drei Dezemberwochenenden mehr als 30 weihnachtlich dekorierte Holzhütten um den traditionsreichen Gebäudekomplex des Hotel Hofgut Sternen. Infos unter  www.hochschwarzwald.de

Mittelalterlicher Adventsmarkt

Zum Adventsmarkt im mittelalterlichen Städtchens Gengenbach im Kinzigtal verwandelt sich das Rathaus in das „weltgrößte Adventskalenderhaus“. Am 200 Jahre alten klassizistischen Gebäude wird jeden Abend ein neues Fenster beleuchtet. Dieses Jahr werden die schönsten Motive der letzten 15 Jahre die 24 Fenster zieren. Der Kalender ist bis zum 6. Januar 2013 zu bewundern. Mehr unter www.gengenbach.info

Triberger Weihnachtszauber

Ein ganz besonderes Event verspricht der „Triberger Weihnachtszauber“. Wenn die Weihnachtsmärkte andernorts schon längst ihre Buden abgebaut haben, verwandeln rund 750.000 Lichter Deutschlands höchste Wasserfälle in eine romantische Kulisse. Vom 25. bis 30. Dezember 2012  gibt es dazu Musik, Feuershows und Feuerwerk zwischen Schnee und Eiszapfen. Mehr unter www.triberger-weihnachtszauber.de

Wilde Wintersause im Europa-Park

Der Europa-Park verwandelt sich vom 24. Dezember bis 6. Januar in ein märchenhaftes Winterwunderland: Bunt glitzernde Tannenbäume, funkelnde Lichterketten und knisternde Lagerfeuer erhellen Deutschlands größten Freizeitpark täglich von 11 bis 19 Uhr (außer am 24./25. Dezember). Abends wartet auf Besucher eine spektakuläre Lichterparade und Feuerwerk. Tagsüber kann man sich bei den Wintershows verzaubern lassen. In der Dunkelachterbahn Eurosat jagen Adrenalinjunkies durch den winterlichen Sternenhimmel. Gemütlicher schlendert es sich über den Weihnachtsmarkt. Kinder genießen eine „Schlittenfahrt Schneeglöckchen“, lernen Ski laufen, fahren mit Ski-Bobs und Snowtubes oder laufen Schlittschuh. Infos unter www.europapark.de

Neuer „Genießerpfad“: Bernauer Hochtalsteig

Landschaftliche Vielfalt und herzhafte Regionalküche – dafür ist der Schwarzwald bekannt. Um beides intensiv genießen zu können, gibt es in Deutschlands höchstem Mittelgebirge die „Schwarzwälder Genießerpfade“. Neu hinzugekommen ist nun der Bernauer Hochtal Steig: Der anspruchsvolle Weg führt auf naturnahen Pfaden mit eindrucksvollem Schwarzwald- und Alpenpanoramen rund 16 Kilometer um das 900 Meter hoch gelegene Hochtal. Auf acht Himmelsliegen kann man die herrliche Aussicht auf sich wirken lassen. Durch Hochweiden und Bergwald geht es über das 1349 Meter hohe Spießhorn zur Krunkelbachhütte und durch die sonnigen Bergwiesen am Südwesthang wieder zurück. Infos: www.schwarzwald-geniesserpfade.info

Noch ein „Genießerpfad“: Peterstaler Schwarzwaldsteig

Hohe Waldberge, grüne Flussauen, breite Wiesentäler: Die Landschaft im Schwarzwald ist Abwechslung pur. Aber auch kulinarisch und kulturell hat „Deutschlands schönste Genießerecke“ viel zu bieten. Genussorientierte Naturliebhaber wandern am besten auf den „Schwarzwälder Genießerpfaden“. Neu zertifiziert ist der elf Kilometer lange „Peterstaler Schwarzwaldsteig“. Der Rundweg führt von Bad Peterstal zunächst an das Flussufer der Rench. Ab hier genießt man den reizvollen Wechsel von Nadelwäldern, Buchenalleen und Sonnenwiesen. Mit der Sattelplatzhütte erreicht man den höchsten Aussichtspunkt mit grandiosen Fernblicken. Infos: www.schwarzwald-genießerpfad.info

Wellness auf Schwarzwälder Art

Wenn es draußen frostig wird und die Kälte in die Glieder fährt, möchte man sich bei einem Wellnessurlaub im Schwarzwald erholen. Seinen Säure-Basen-Haushalt bringt man leicht mit dem regionalspezifischen Wellnesskonzept „Schwarzwald Balance“ wieder ins Gleichgewicht. Dafür sorgen die basische Ernährung mit regionalen Produkten und Essenzen aus heimischen Fichtennadeln und Holunderblüten. Sieben zertifizierte Betriebe führen das besondere Angebot in ihren Wellness-Programmen. Jeder Betrieb beschäftigt mindestens einen Balance-Coach als Wellnesstrainer und einen eigens geschulten Balance-Küchenchef. Infos: www.gesund-schwarzwald.info

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Wo sind die schönsten Weihnachtsevents in Freiburg? (c) FWTM/Raach