Pitztaler Gletscher: Skifahren auf Tirols höchstem Gletscher

Erstellt von Michael Rüf und Sabine Weber | |   KinderReiseTipss

Tage im ewigen Eis. Auf über 3000 Metern ist man weit weg vom SchneeChaos der Voralpen. An einem Wochenden im Januar waren wir am Pitztaler Gletscher, der wegen seiner Höhenlage bereits Anfang Herbst zum Skifahren einlädt.

Wir waren am Pitztaler Gletscher, auf dem wegen der Höhe von bis zu 3440 Metern bereits seit Anfang Herbst der Skibetrieb läuft. Das Skigebiet wird derzeit medial intensiv beobachtet, da die Pitztaler Gletscherbahnen das Gebiet mit dem Skigebiet Sölden verbinden möchten und Umweltschützer dagegen heftig protestieren. Der Ausgang ist offen.

Von München aus geht es über Garmisch-Partenkirchen, den Fernpass und Imst vignettenfrei in drei Stunden ans Ende des Pitztales. Aus Richtung Stuttgart kommend ist die Autobahn nach Füssen zu wählen um den Fernpass zu erreichen. Aufgrund der Höhenlage sind starke Schneefälle nicht unüblich. Empfehlenswert ist daher die Mitnahme von Schneeketten. Eine Stunde länger dauert die Anreise per Bahn und Bus über Kufstein und Innsbruck.

50 Zwei- und Dreitausender

Das Skigebiet umfasst fast 40 Pistenkilometer zwischen 1640 und 3440 Metern Seehöhe. Im Vergleich zu anderen Gletschern ist das Skigebiet eher sportlich angelegt. Der Großteil der Pisten ist rot eingestuft. Besonders beeindruckend ist die Wildspitzbahn. Sie führt zwar nicht auf den höchsten Berg Tirols, die Wildspitze, sondern auf den hinteren Brunnkogel.

Trotzdem eröffnet sich von der Bergstation auf 3340 Metern ein wunderschöner Blick auf rund 50 Zwei- und Dreitausender von der Zugspitze im Norden, dem Arlberg im Westen bis hin zum Ortler im Süden. Die Tageskarte kostet je nach Saison für Erwachsene zwischen 41 und 52 Euro und die 6-Tageskarte zwischen 192,00 und 240 Euro. Bei der 6-Tageskarte sind ein Tag im Skigebiet Hochzeiger und zwei Tage am Kaunertaler Gletscher und in Fendels möglich.

Durchs blanke Eis

Wintersport ist viel mehr als Ski und Snowboard. Wie wäre es mit Eisklettern an einem der 45 Pitztaler Wasserfälle? Vom blutigen Anfänger bis zum Profi, für jeden finden sich eine passende Route. Für den Anfänger ist das Eis-Total-Festival zu empfehlen. Es findet jedes Jahr im Januar statt und bietet die Chance gegen einen günstigen Teilnahmebeitrag ein Wochenende lang mit erfahrenen Lehrern erste Touren am Wasserfall zu machen und neueste Ausrüstung auszuprobieren. www.mc2alpin.at/events/eis-total

Das Mittagskogel gegenüber der Bergbahn

Wir waren im 4 Sterne Hotel Mittagskogel untergebracht. Es liegt direkt gegenüber der Rifflseebahn und die Talstation der Gletscherbahn ist auch nicht weit. Die Zimmer und Suiten sind sehr unterschiedlich gestaltet. Wir empfehlen eines der größeren Zimmer zu wählen. Für einen geringen Aufpreis bieten Sie um Einiges mehr Platz und Komfort. In der Früh steht ein leckeres Frühstücksbuffet zur Auswahl und abends wird ein viergängiges Wahl-Menü mit Salatbuffet angeboten.

Entspannung nach dem Skitag

Nach einem langen Skitag empfiehlt sich ein Besuch des Wellnessbereichs im Mittagskogel. Dazu zählt ein Schwimmbad, ein Ruheraum, Behandlungsräume sowie fünf Saunen und Dampfbäder. Entspannender wäre es gewesen, wenn am späten Nachmittag und frühen Abend der Besuch des Wellnessbereichs auf Hotelgäste beschränkt gewesen wäre. Gefallen hat uns die große Auswahl an Saunen.

Der Pitztaler Gletscher ist das passende Skigebiet für sportliche Skifahrer, die ein schneesicheres Skigebiet im hochalpinen Raum suchen. Im Mittagskogel ist der Gast richtig, der kurze Wege zum Lift schätzt und mehr Komfort als in einer Pension sucht.

Hilfreiche Informationen zum Pitztaler Gletscher

www.pitztaler-gletscher.at

www.mittagskogel.at

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Ski fahren ab Herbst
© Chris Walch Breonix / TVB Pitztal